Anfang


Auflösung

 

Worte

es müssen alle DICHTER ran.

 

Verworren

Irgendwann einmal

hat einer mit spitzem Hut

mit der Schaumgabel

in der Hand

in einer Ecke des Universums

gesessen

und Welten ins All

geblasen

und heute forschen

sie nach

den

Gesetzmäßigkeiten

 

 

 

Verstehen

Meine Seele

mit deiner Seele

eingewickelt

wie Butterbrotpapier

 

Magnetfeld

Im Intervall der Sonnen

schauen wir in die Tiefen

vereinigen uns mit den Kühnen

einer freundlicheren Welt

verlieren die Gedanken

blühen wie ein Ganzes

umfassend diese Welt.

 

 

kopf-voller-wirren-gedanken

 

Versonnen

Fände ich doch nur die Liebe

einer Blume

könnte ich doch die Träume hören

einer Gazelle

und den Durst verspüren

eines Elefanten

könnte ich doch den Zauber erahnen

einer Rose im Wind

das Aufatmen des Grases

nach einem Regen

den Geburtsschrei hören

von der Schrift auf dem Papier

das rastlose Jauchzen

der Wellen im Äther

den Stolz eines Gebäudes

wenn es höher und höher sich reckt

Fände ich doch nur die Liebe

einer Blume.

 

versetzt

Versetzt

Die Leere einer Dose fühlen

die gerade aufgebraucht

die Trauer einer Flasche

die schon halb getrunken

den Schauer des Alls

das an den Fernen verzweifelt

die Enttäuschung des Lichts

das immer nur reflektiert

wie eine Pflanze

die man einfach umgetopft

und nur von Ferne

mit ihren Blättern winken kann.

 

Unfassbar

Unfassbar

einmal sich auflösen

und nur noch als Gedanke

durch die Sphären schweben

mal als kleines Molekül

mit anderen Molekülen leben

erster Lichtstrahl sein am Morgen

oder auch als Elektron

um den Atomkern kreisen

Wärme aus einer Flamme sein

Enzym in deinem Speichel

oder als Sauerstoffatom oxydieren

all das Grundsätzliche erleben

und dann zurück kommen

für ein reicheres Leben.

 

Parzival 3

Parzival

Vergiss die Lehren

deiner Altvorderen

hänge sie auf am Leben

und gib ihnen das Blut

deines Herzens.

 

Cherubine

 

Verbindung

Eldorado der Träume

Leben im Heute für Morgen

nur einfach dabei sein

im Glockenspiel der Zeit

Cherubine im Wechsel der Welten.

Liebe im Nebel des Geschehens

Ebenbild nimmermüder Sehnsucht

erahnt kaum die Bestimmung

Diktat eines geduldigen Dirigenten

Cherubine im fließenden Sein.

 

Ballons

Gedanken sind wie Luftballons

wenn man sie nicht festhält,

fliegen sie einfach davon.

 

Alptraum

Frage

Kennst du die Gedanken

die fern sind von allem

die dich beschleichen

pochen in deinem Herzen

die dich dazu bringen

dich zu lösen von dieser Welt

dich entführen, verführen, zerstören

und dich doch retten

und die Welt.

 

Reflektionen

Reflektionen

Wer sagt denn,

man könne die Unendlichkeit

nicht fassen?

 

Du kannst sie

in den Zimmer

holen:

zwei Spiegel nur

schräg aufgestellt:

unendlichmal

du.

 

Verändere den Winkel

mit welchem

du deine Gedanken

in dein Gehirn

fallen lässt,

stelle 17 Gedankenspiegel

im Kreise auf,

und du wirst dich sehen

von allen Seiten

unendlichmal

unendlich anders.

 

Oder forme einen Kugel-Spiegel

und denk dich

mitten hinein

und du verschmilzt

mit der Unendlichkeit.

 

weltenwanderer

Raum-Zeit-Kugel

 

auf einer Kugel

bewegen sich

Menschen

Gedanken

Zeiten

wer ist

vor wem

hinter wem

wo der Anfang

das Ende

 

so kugeln wir

durchs Sein

 

,The Pythagoras Door Painting

pythagoras

bilder zeichnen

unserer welt

im gegenlicht

hilfe suchen

in worten

lose gedanken

neu verweben

immer dichter

 

treten Sie näher

„Treten Sie ruhig näher!“

„Dichter?“

„Danke für das Kompliment.“

 

zugeschüttet

Sprachlos

In uns allen so viele Feuer

gegen die es kein Wasser gibt

weil die alten Brunnen wir

selbst zugeschüttet, irgendwann.

 

Tür

Ich suche eine Tür

die nicht existiert,

mir aber den

Eintritt verwehrt.

 

Meuterei

 

Bestimmung

Wir sitzen auf einem Schiff

und kämpfen mit dem Kapitän.

 

verrutscht

dichten

auf Spiegel schreiben

 

Seelentröster

Seelentröster

Der Vater spricht dem Kinde,

der Meister dem Lehrling,

der Trainer dem Verlierer,

der Arzt dem Kranken,

der Richter dem Opfer,

der Priester dem Todgeweihten,

der Papst der Menschheit

gut zu.

 

Kinder, Lehrlinge, Verlierer,

Kranke, Opfer, Todgeweihte

der Menschheit.

Mich macht das alles besoffen,

und ich sprech‘ nur einem zu.

 

Turmbau_zu_Babel_Gouache

Baulöwen

Die Philosophie

versucht

nach wie vor

an einem großen Haus

weiterzubauen,

für eine Familie,

die längst ausgezogen ist.

 

verglüht

 

Kohlen im Schnee

dem Leben die schale Tasse Suppe entreißen

den grünen Pfeffer in die Flüsse streuen

und mit dem Salz den Eiffelturm bepudern

die Gehsteige mit Spaghetti verzieren

die Seen mit weißer Kokosmilch füllen

und dann darin trinkend baden

in Handtücher aus frischem Heu sich wickeln

und auf Zuckerwatte-Wegen nach Hause gehen

in unser Schaumhaus aus kühnen Träumen.

 

Ouroboros

Disziplin

Jeder frisst sich selbst

 

Mephisto

Mephisto

Keine Versuchung,

kein Satan,

nicht das Böse,

bewahre!

Heute heißt das:

konstruktive Destruktion.

Der Teufel als Götterbote:

das ist unsere Philosophie?

 

Kinder des Alls

 

Kinder des Alls

 

Uranus hatte die Idee

und flüsterte sie Saturn ins Ohr,

Pluto fing laut an zu lachen

und schlug Venus auf die Schulter.

Jupiter unterbrach seinen Spaziergang,

Mars zwinkerte Merkur und Neptun zu

und Terra stimmte den Takt mit ein:

 Ringel-Rangel-Rose um die Sonne

Brüderschaft auf Ewigkeit

weitere Themen unter: https://wkastens.wordpress.com

15 Comments

    1. Vielen Dank, liebe Wolkenbeobachterin! Ja, manchmal schaue ich etwas anders hin. Liegt wohl daran, dass ich viel im Ausland unterwegs war und andere Kulturen und Gepflogenheiten kennen gelernt habe und nicht alles glaube/geglaubt habe, was einem hier so täglich aufgetischt wird. Liebe Grüße zurück aus Hessen nach ? Werner

      1. gern geschehen. 🙂 ich denke, es gehört letztlich ein offener geist und viel phantasie dazu. 🙂 liebe grüße von hier nach da. 🙂 schönen tag dir, liebe grüße von der wolkenbeobachterin

  1. „Treten Sie ruhig näher!“

    „Dichter?“

    „Danke für das Kompliment.“

    In Anlehnung daran: Traf einst zufällig einen Beuys-Schüler in Hombroich, der mich nach möglichen Bekannten in Würzburg fragte. „Ich kenne eigentlichen keinen Künstler wie Sie“.
    „ICH BIN BILDHAUER!“, meinte er entschieden!
    Nein, das Wort „Künstler“ gefiel ihm rein gar nicht!

  2. Du hast ein Talent dafür, mit Worten zu jonglieren! Chapeau!
    Hab einen feinen Abend,
    Anna-Lena

    (die immer noch nicht so richtig den zeitlichen Compass für dein Bloghaus gefunden hat.)

    1. Danke! Es freut mich sehr, dass Du Gefallen an meinen Texten gefunden hast. Ich habe versucht, sie in verschiedene Bereiche zu teilen. Vielleicht gefallen Dir ja auch die anderen „Schubladen“.
      Liebe Grüße
      Werner

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