ABC-Etüden 43.44.19 – Wild Wild West


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2019-10-13 Kraniche über UWI

„Wir müssen schleunigst weg von hier!“. Bob Walton saß schon im Sattel. „Beeilt euch, schwingt die Hufe! Ich habe keinen Bock, dass Marshal Wild Bill Hickok unsere Fährte aufnimmt und uns schnappt. Zum Hängen sind wir noch zu jung!“ „Und zu clever!“, antwortete Grat Walton. „Aber warum seid ihr so ängstlich?“ rief Bill Walton dazwischen. „Nur weil Emmett die Frau des Ranchers und seine beiden Söhne auch abgeknallt hat? Ich lach mich tot!“ „Halts Maul!“ erwiderte Bob scharf. „Du weißt ganz genau, dass das nicht nötig war, denn sie war die Schwester von Hickok. Und deswegen wird der nicht ruhen, bis er uns hat!“ „Und wo wollen wir hin?“, fragte Grat. Bob schaute in den Himmel. Hoch oben waren mehrere Formationen von Kranichen unterwegs nach Süden. „Wir folgen dem Vogelflug!“ rief Bob und gab seinem Pferd die Sporen und übernahm die Führung. Die anderen Brüder folgten ihm widerwillig. „Glaubst du denn, dass wir im Südwesten bei den Mex sicher sind?“, rief Emmett. „Da wird er uns nicht vermuten. Er glaubt bestimmt, dass wir Richtung Laredo reiten, so wir es als Gerücht unlängst noch in Comstock gestreut haben. Ende der Diskussion, gebt den Pferden die Sporen!“ „Yippie Ya Yeh!“, kam es donnernd zurück von den Brüdern.

Aber Wild Bill Hickok war schlau. Er war mit dem besten Fährtenleser des Westens befreundet: Old Gabe James Bridger. Wild Bill  hatte ihm eine fürstliche Belohnung ausgesetzt, wenn er ihn auf die Fährte der Walton-Brüder führen würde. Old Gabe wiederum hatte gute Verbindungen zu den Lakotas und anderen Indianerstämmen. Bald wurden die Rauchzeichen heftiger, die Position der Walton-Brüder war ermittelt. Vierzehn Tagesritte und Wild Bill Hickok war am Ziel. Zusammen mit einer Reihe von Kopfgeldjägern, die er angeheuert hatte, wurde die Walton-Bande umzingelt. Vor den Augen des Gesetzes und ihrer Helfer fanden sie keine Gnade.

(300 Worte)

Bilder:

Kraniche: eigenes Bild

Cowboy: lizenzfrei aus www.pixabay.com

10 Comments

  1. Schön, ich gebe dir wenig Gelegenheit dazu, lieber Werner, aber ich glaube ernsthaft, dass du mal versuchen solltest, was Längeres zu schreiben. Hin und wieder (wie hier) sehe ich so viel Fabulierlust bei dir durchblitzen …
    Gefällt mir. Mag ich gerne lesen. Schade, dass es nicht länger ist.
    Liebe Grüße
    Christiane 😁👍

    1. Vielen Dank, liebe Christiane, für Deine wertschätzende Aufforderung. Aber so ohne „Hilfestellung“ bzw. Aufgabenstellung durch vorgegebene Worte hätte ich glaube nicht die große Lust zu längeren Texten. Das Tüfteln ist das was mir bei den Etüden Spass macht. Du müsstest mir z.B. für 10 , Seiten 50×3 Worte vorgeben, dann würde ich

    1. Ich habe es bei meinen früheren Etüden-Western schon erzählt, da warst Du noch nicht dabei: ich habe als Jugendlicher immer die Billy Jenkins und Tom Prox von meinem älteren Bruder gelesen und auch gerne Western im Film und Fernsehen gesehen. Ist wohl eine gewisse Begeisterung hängen geblieben.

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