13 Comments

  1. „Künstlicher Beifall erregt uns“ – ich finde Unterhaltungsshows in Corona-Zeiten, in denen der Beifall vom Band eingeblendet wird, irgendwie fremdartig und fast ein bisschen apokalyptisch. Aber bei der Zeile musste ich auch an anderen künstlichen Beifall denken: Klicks, Likes und Kommentare in sozialen Medien kommen mir manchmal auch so vor, virtuelle Bestätigung anstelle von direkten Komplimenten oder eben Beifall… Künstlicher Beifall. Vielen Dank für dieses gedankenanregende Gedicht!

    Liebe Grüße
    Alina

  2. „Wir lernen mit Illusionen zu leben.“ Ich glaube, dass ist genau der Satz, der die heutige Welt am besten beschreibt. Die Frage heutzutage ist doch: Was ist überhaupt noch echt? Wir sind auf der Suche nach künstlicher Anerkennung, um uns selbst besser ertragen zu können. Vielen Dank für diese tollen Worte! 🙂

    1. Danke, Linda. Das ist aber eher eine Situation, die mir Angst vor der Zukunft macht, wo wir keinen Körper mehr brauchen und nur noch unsere Hirne miteinander über Internetwolken miteinander verkehren bzw. „gespeist“ werden.

  3. An diese Seite habe ich gar nicht gedacht!
    Wenn ich darüber nachdenke, wird mir schon ein bisschen mulmig. Irgendwann wird die Zukunft gepaart mit der Technik alles überschatten.

  4. Oh, das ist interessant. Über den Beifall im Netz habe ich mir in letzer Zeit öfter Gedanken gemacht, bin aber zu keinem Resultat gelangt.
    Und was ganz anderes: Die künstlichen Gehirne und so – kennst du Captain Future und das Gehirn Prof. Wright? Den fand ich immer sehr faszinierend. Für mich möchte ich das allerdings nicht!

    1. Nein, die Beiden kenne ich nicht, aber ich habe früher viel SF gelesen und kann mir Einiges ausmalen.

      Entstanden ist es, weil wir Let’s Dancer im Fernsehen geschaut haben. Eine Show ohne Zuschauer. Wie auch der Fussball. Und ich dachte, wozu brauchen die in Zukunft uns überhaupt noch dabei.

  5. Ich musste sofort an Instagram denken. Dabei habe ich das Gefühl, dass viele Menschen die Komplimente, die sie dort erhalten, wichtiger sind, als die aus dem echten Leben. Dabei blenden sie ja nicht nur ihre Fans, sondern auch sich selbst. Es ist irgendwie faszinierend und absolut befremdlich.

    1. Ich habe das schon seit vielen Jahren beobachtet. Der Schwiegervater von meinem ältesten Sohn ist Mitglied in einem Fotoklub. Wie die gegenseitig immer ihre Bilder hochjubeln ist schon richtig peinlich und in den meisten Fällen absolut unverständlich. Aber jeder scheint nach „Experten“-Lob zu lechzen.
      Wir leben in Scheinwelten und bauen Kartenhäuser.

      1. Ist bei der Kunst ähnlich. Die Elite bestimmt was gut ist und die Elite bestimmt, wer Elite ist. Da mag ich die lokale Künstlerin hier und ihre kitschigen Hundebilder gerade deshalb, weil sie von der Elite nie anerkannt werden würde. Ich fürchte aber, es war schon immer so, nur durch das Internet verbreitet es sich weiter und nachhaltiger.

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