BASAR


Link zu Kathas Einladung

Bild von Pete Linforth auf Pixabay 

Basar

Ich kaufe

Deine Leben

dein Handeln

deine Freiheit

Deine Missetaten

die deiner Frau

deiner Kinder

deiner Kindeskinder

Eure Seele

Euer Gewissen

 

Und du bietest?

 

Einen Logenplatz

im Himmelreich

ewiges Leben

und die Vergebung

aller Sünden

sofern ihr bereut

Ihr bezahlt jetzt

Ich belohne später


Bild von S K auf Pixabay 

Dies ist eine Aktion, die von Katha kritzelt ins Leben gerufen wurde. Jeden Dienstag wird ein selbst-geschriebenes Gedicht veröffentlicht.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen.

Mit von der Partie sind bisher:


Stachelbeermond                     Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams       Findevogel
Wortverzauberte                      Ein Blog von einem Freund
Lyrikfeder                               Nachtwandlerin
Lindas x Stories                      Myriade

Luna Lebensbetrunken

Und ich.

9 Comments

  1. Das ist das geniale an den Religionen: die Heilsversprechung gilt für nach dem Tod und ist somit nicht überprüfbat. Die Realkommunisten haben das nicht so schlau gemacht:da kann man leicht überprüfen dass das Paradies in diesem Leben nicht stattfindet

  2. Lieber Werner,
    eine sehr kapitalistisch angehauchte Betrachtungsweise solcher Versprechungen. Gefällt mir gut! Sehr gut umgesetzt, da schließe ich mich wortgeflumselkritzelkram an.

    Liebe Grüße
    Alina

    1. Danke, Alina. Diese Betrachtungsweise hat sich bei mir eingegraben, als ich ein paar Jahre im sog. Nahen Osten gelebt und jeweils die Hadj-Reisen mitbekommen habe. Ganz abgesehen von den Zeiten, als bei uns ein reger Handel mit Anlassbriefen getrieben wurde.
      Gruß Werner

  3. Hn so eine Kosten-Nutzen-Rechnung im Leben wirkt auf mich befremdlich. Ich glaube, Leben ist dann, wenn man manchmal bezahlt und nichts dafür bekommt, und manchmal etwas bekommt ohne etwas dafür zu bezahlen. Aber ich habe das Gefühl, dass ist fast schon an deinem gedicht vorbeiinterpretiert.

  4. Hmmm… ja, diese Sichtweise gibt es vermutlich in manchen Gremien und Institutionen, aber selten bei allen Menschen, die darin arbeiten, und auch nicht bei allen Menschen, die in irgendeiner Form in Gemeinden arbeiten. Ich kenne ein paar davon, und diese Form des Glaubens hat sehr abgenommen in den letzten Jahren. Da wird mehr Wert auf das Jetzt gelegt und auch darauf, dass Regeln lebbar sein müssen. Aber – und da gebe ich dir Recht – es gibt auch viele, die Schwierigkeiten mit Grau haben und dringend ihr schwarzweiß brauchen. Wie man diese zwei Lager zusammenbringt, das würde ich auch gern wissen.
    Ich glaube, ein bisschen bin ich jetzt auch vorbei an deinem Gedicht, oder?

    1. Nein, vorbei bist Du nicht, eher mittendrin. Ich denke, es muss vielmehr Bewußtsein darüber geben, dass der eigentliche Mittelpunkt vor allem den Gläubigen gelten muss und nicht dem Wohl der Würdenträger. Ich bin viele Jahre lang Mitglied im Pfarrgemeinderat unserer katholischen Diaspora-Gemeinde in Nidda gewesen und wir haben viel erreicht, was später durch Mainz und Rom wieder abgebügelt wurde. Deswegen glaube ich, müssen wir alle lauter werden.

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