Der Dienstag Dichtet – fäkal


Letztens beim Bücher umräumen sind mir meine alten BUKOWSKI’s wieder in die Hände gekommen. Und da habe ich gedacht, ob ich auch so etwas hinbekommen würde wie er. Ich habe zwar nicht in Schlachthäusern gejobbt und bin auch dem Alkohol nicht verschrieben. Aber reindenken kann man sich ja vielleicht in seine Seele.

Das Ergebnis ist brutal und ich bin selbst überrascht gewesen. Aber ich würde gerne einmal wissen, wie ihr solche „Lyrik“ seht und empfindet.

Für die Zartbesaiteten: TRIGGERWARNUNG! Es geht um Unmenschliches und Blut und Tod.

BITTE GGFS. NICHT WEITERLESEN!!


Bild von Roland Steinmann auf Pixabay 

Fäkal

Um es mal mit Charles Bukowski zu sagen

oder in der Ansicht eines Androiden in 100 Jahren:

Was ist der Mensch?

Nichts als ein Hautsack voll Scheisse:

Wasser, Schleim und Gedärm,

mit Ein- und Auslassöffnungen,

auf Selbstzerstörung programmiert

und zum Aussterben bestimmt.

Halleluja.

Die Fleischerhaken triefen von Blut.

Dies ist eine Aktion, die von Katha kritzelt ins Leben gerufen wurde. Jeden Dienstag wird ein selbst-geschriebenes Gedicht veröffentlicht.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen.
 
Mit von der Partie sind bisher:

Stachelbeermond            Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams    Findevogel
Wortverzauberte                    Ein Blog von einem Freund
Lyrikfeder                               Nachtwandlerin
Lindas x Stories                      Myriade
Gerda Kazakou                       Gedankenweberei
Myna Kaltschnee                    Wortverdreher
Lebensbetrunken
 
Und ich.

30 Comments

  1. Lieber Werner – mit Bukowski kann ich recht wenig anfangen und ich hab ja nix gegen extreme Darstellungen, aber …. inhaltlich trifft dein Gedicht es ja auf den Punkt, vom Stil ist es nicht meins (du wolltest eine Rückmeldung 😉 )

      1. Ja, ich wollte es auch einfach mal ausprobieren. Jetzt weiß ich, wie einfach es im Grunde ist, irgendwelche Hasstiraden zu schreiben und wie leicht man auch hetzerische Parteikonzepte aufsetzen kann.

    1. Das war ja zunächst ja nur eine rein physische Betrachtung, d.h. der Mensch reduziert auf seinen hinfälligen Körper, ohne sich an seine geistigen „Werte“ und „Leistung“ heran zu wagen. Ich denke, da käme man dann durchaus auch manchmal ins Zweifeln.

  2. Ich kann nur sagen: so ganz unrecht hat er nicht. Für diese Erkenntnis musste ich nicht mal mehr mit Saufen beginnen, Lebenserfahrung reicht da schon.🙃
    Allerdings ist Bukowski in seiner Ausdrucksweise zum Teil schon hardcore und gewöhnungsbedürftig…

    1. Ja, Bukowski ist schon hardcore, aber das Leben, wie er es zum Teil durchgemacht hat in den Armenvierteln von Chicago war auch verdammt hardcore.

      Ich hab mich mal dran versucht, ohne zu saufen kriegt man es auch hin!

    1. Klar gibt es auch etwas Positives beim Menschen! (Schau nur uns Dienstag-Dichter an!)

      Ich bin auch kein Verfechter davon, in sich Schmutz und Suff zu wälzen und darin zu versinken.
      Ich mag diese Art von Lyrik auch nicht, obwohl, das muss ich bekennen, sie doch sehr zum Nachdenken über einen selbst und seine Ziele oder Bestimmung anregt.

  3. Den Stil finde ich recht spannend. Aber inhaltlich sehe ich es ganz anders. Denn für mich gibt es v.a. das Bewusstsein und auch noch so etwas wie die Seele, was den Menschen eigentlich ausmacht … .

    1. Nein, es wird auch nicht mein Genre werden, sich darin weiter zu tummeln. Es sollte einfach mal eine Reduzierung auf das „Banale“ im Leben sein, dem wir ja auch ausgeliefert sind. Aber es gibt keine Haltestangen, sondern knickt sie eher um.

    1. Aber selbst der edelste Käse wird schön verpackt und dann von Anderen verzehrt.
      Und unser Leben? Auch schön verpackt, schön geredet, oftmals weg geschmissen oder von Anderen aufgesogen.
      Parallelen sind schon da. Aber das kann man auch anders sagen. Dies war nur einmal ein Versuch, um mich selbst auch zum Nachdenken zu bringen.

  4. Lieber Werner,
    zunächst vielen Dank, dass Du eine Triggerwarnung vorangestellt hast!
    Ich habe trotzdem weitergelesen und im Grunde… hast Du damit ja recht. Nur, wer ist der Fleischer? Sezieren wir uns selbst mit unserer Selbstzerstörung? Sind wir Fleisch und Fleischer zur selben Zeit? Aber ja, an den Fleischerhaken trifft schon längst Blut…

    Liebe Grüße
    Alina

  5. Diese Gleichsetzung funktioniert doch aber nur, wenn wir von einer strikten Trennung von Köper und Geist ausgehen. Und ja, was bleibt, ohne den Geist? Ein simple biomechanische Reiz-Reaktions-Maschine. Bliebe nur noch zu klären, was der Geist ist, und ob er überhaupt etwas menschliches ist.

  6. Tja, realistisch gesehen: Wenn man es auf Biochemie begrenzt, stimmt es. Aber es ist auch eine Entscheidung, wie man etwas sehen will. Wenn man es positiv sehen möchte, wäre ein Körper eine höchst erstaunliche Biochemiefabrik, die aus organischem Material Energie gewinnt und in Elektrizität umwandelt. Der Rest wird wieder freigegeben. Und was dann mit der Elektrizität passiert, ist noch viel erstaunlicher.
    Ansonsten: Gar nicht meins! 🙂

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