ABC-Etüden 03-04.21 – Tumbler


Link zu Christianes Schreibeinladung

Mit dem Wort „erschüttern“ kam mir sofort ein altes Lied von Freddy Quinn in den Sinn: Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern.

Einen Teil des Liedtextes habe ich mal umgetextet, weil ich nämlich noch nicht glaube, dass die Ära Trump sich wirklich nicht wiederholt.

Tumbler

„Das kann doch einen Donald nicht erschüttern

dröhnte es aus dem Lautsprecher über der Music-Box

und schon sangen alle mit:

Corrupt Joe spülte mich von Bord,
und schoss auf mich aus allen Rohren.
Jedoch für mich war das ein Sport,
Ich geb mich lange nicht verloren.
Selbst Cheatin‘ Obama hat mich bedroht,
Doch ich hisse meine Fahne: orange-rot!
Ich schwimm auf einer tosend‘ Welle hinterdrein
und hole bei der nächsten Wahl sie wieder ein!



Das kann doch einen Donald nicht erschüttern
Keine Angst, keine Angst, Honey Pooh!
Wir lassen uns das Leben nicht verbittern,
Keine Angst, keine Angst, Honey Pooh!

Hinweis:

Spitznamen waren Trumps gemeinste rhetorische Waffe.

Zitat aus dem Tagesspiegel:

Die Begriffe können von „unauslöschlicher Dauer“ sein

Die perfide Wirkung solcher Begriffe resultiert aus ihrer emotionalen Kraft. „Hillary ist eine Betrügerin“ – darüber lässt sich diskutieren, „betrügerische Hillary“ – das lässt eine Debatte nicht zu, die Frage von richtig oder falsch stellt sich gar nicht erst.

https://www.tagesspiegel.de/politik/crooked-hillary-und-little-rocket-man-spitznamen-sind-trumps-gemeinste-rhetorische-waffe/25131336.html

https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_nicknames_used_by_Donald_Trump

15 Comments

  1. Ich glaube zwar, dass die Ära des Karottenkopfs vorbei ist, aber das heißt nicht, dass die nächsten Jahre besser oder gar leichter werden. Auch die Demokraten haben jede Menge Dreck am Stecken, und wenn sie es nicht schaffen, dann wählt sich Amerika halt einen neuen „starken“ Mann. 🤔😩
    Uneingeschränkt recht gebe ich dir, was die Macht der Sprache angeht. Tja, angewandte Manipulation. Alles gar nicht lustig.
    Danke dir, wie immer.
    Verregnete Nachmittagskaffeegrüße 😁🌧️☕🍪👍

  2. Ja, die Spitznamen sind eine perfide Art Leute zu verunglimpfen. Gerechtrweise muss man sagen, dass Trump selbst davon auch eine Menge bekommen hat, wenn sie auch gerechtigfertigt waren. Noch schlimmer wäre ein Mensch seiner psychischen Konstitution mit mehr Intelligenz als er sie aufweisen konnte

  3. Gut geschrieben; ja, auch ich konnte mir einen Seitenhieb auf dieses „Phänomen“ nicht verkneifen, obwohl ich den beim Einreichen meiner Worte nicht auf dem Schirm hatte. Bevor ich die eigentlich geplante Etüde schreiben konnte, hatte mich auch schon die Wirklichkeit eingeholt.

  4. Hallo Werner,
    wunderbar, was dir zu den Wortvorgaben der Etüden eingefallen ist. Ich habe deinen Beitrag mit Vergnügen gelesen!
    Mein Jubel und die Freude, dass Amerika zunächst diese Menschheitsplage auf dem Präsidentenstuhl los ist, hallt immer noch nach 😉 und ich wünsche diesem Land ein Erwachen aus diesem Alptraum. Trump, für mich gesehen, eine Plage, von Menschenhand gemacht und mit allen teuflischen Wassern gewaschen. Mal schauen, ob sich Amerika aus dieser eisernen Faust wirklich befreien kann.
    So, genug mit den schlechten Gedanken!
    Vielen Dank fürs lesen lassen deines tollen Beitrags! Ich wünsche dir einen angenehmen Start in den Sonntag!
    Herzliche Grüße
    Heike

      1. Das glaube ich dir sehr gerne! Meine eine hat ja jetzt zum ersten Mal mitgemacht und es hat mir ebenfalls Spaß gemacht 😉 Gleichzeitig auch ein gutes Training, mich kurz fassen „müssen“… war schon eine Herausforderung! Aber wenn man dann das Ziel erreicht hat, klopft man sich auf die Schulter *lächel*
        LG Heike

        1. Ja, wenn man so im Flow ist und die Gedanken Flüssen, kann man oft nicht einhalten. Dann kommt das Schwierige der Operation, das Kürzen. Und das dauert oft länger als man denkt. Aber zum Schluss dann das eigene Schulterklopfen.
          Und Du wirst es erleben: es macht süchtig!!

          1. Ich bin ganz gespannt und lasse mich auf das Wagnis mal ein 😉 Bin ja mutig genug und sofern meine Muse mitspielt, gebe ich das Beste meines Inputs als Output in 300 Wörtern aus *lächel*
            LG Heike
            P.S. ich sehe gerade …. Ich danke dir sehr für dein „mir folgen“! Fühl dich herzlich und jederzeit herzlich willkommen auf meinem Blog 😉

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