ABC-Etüden 10-11.21 – Plakatives


Link zu Christianes Schreibeinladung

Plakatives

Schwammig formulieren sie ihre Botschaft,

fordern von uns uneingeschränkte Bereitschaft:

Kein Mitleid, wenn die nicht denken wie wir,

denn die brauchen wir schon gar nicht hier!

Setzen auf Klassenkeile für die Asylanten

glauben, sie wären die wahren Garanten.

Wir sollen nicht trödeln beim Erreichen der Ziele

denn sonst werden es von denen zu viele!

Siehe auch:

Initiativkreis Ruhr: Digitale Klassenkeile (i-r.de)

26 Comments

  1. Ich hab bei dem Schweinderl nach Luft geschnappt, das kannte ich noch nicht. Danke auch für den verlinkten Artikel. Neues Wort gelernt: mittelpfiffig 😉
    Von dem Experiment (und besagtem Effekt) hatte ich schon gehört/gelesen. Tja. Ohne Worte.
    Danke dir, hochinteressant. 😁👍
    Mittagskaffeegrüße 😁🌞☕🥐👍

    1. Danke Ulli. Wir haben dieses Wochenende bei uns in Hessen wieder Kommunalwahl und wenn man die Wahlplakate von AfD und NPD sieht, dann bekomme ich den großen Jörg. Insofern hat es gepasst.

  2. Klassenkeile für die AfD? Auch nicht so ganz unproblematisch aus meiner Sicht … . Gewalt gegen Politiker nimmt insgesamt zu, und das halte ich für eine sehr bedenkliche Entwicklung. Man könnte sagen, die AfD habe sich das selber zuzuschreiben, aber das halte ich für etwas vereinfacht.

  3. Es ist zum K…
    Danke dir, lieber Werner.
    Ich hatte damals vom Experiment noch am selben Tag gehört und dachte „Jetzt müsste dem ein oder der anderen ein Licht aufgehen. War damals leider nicht so.
    Grüße
    Judith

    1. Liebe Judith, ich hatte den zusätzlichen link erst übersehen – und fühle mich von deinem Kommentar jetzt doch nochmal herausgefordert, den Beitrag zu verlinken, den ich damals zu dem „Experiment“ verfasst hatte: https://ichlachemichgesund.blog/2020/08/12/meinungsfreiheit-ein-kleiner-zwischenruf/
      Mir ist natürlich klar, dass ich dadurch deine Meinungen und Überzeugungen nicht werde ändern können. Aber ich nehme dich auf deiner Seite als Therapeutin, spirituellen und offenen Menschen wahr. Und deshalb möchte ich doch zumindest versuchen, dafür zu werben, eine andere Denkweise zumindest auch möglich sein zu lassen. Gerade vor dem Hintergrund des Begriffs „Klassenkeile“, bei dem sich die Mehrheit der Klasse meist „sicher“ ist, den Außenseiter zu Recht zu verprügeln. Der Artikel von Hajo Schuhmacher, der als Journalist aus einer Machtposition heraus mit sehr viel bewertenden Worten (sie „brüllten ihn nieder“, „sie hätte am liebsten seine Bücher verbrannt“ etc) „Stimmung macht“ gegen die Demonstranten ist aus meiner Sicht nicht harmlos, auch kein Qualitätsjournalismus, sondern letztlich ein Aufruf zur Hetze (Klassenkeile) gegen Menschen, die anders denken, als er. Vereinfachungen, Pauschalierungen und Verurteilungen anderer Menschen sind immer problematisch aus meiner Sicht. Immer … .
      Herzliche Grüße
      Maren

      1. Liebe Maren,

        Mein „Es ist zum K…“ bezog sich auf die Plakate.

        Ansonsten hatte ich mich – und das wohl nicht deutlich genug – nur auf das Experiment von Florian Schröder bezogen – nicht auf den Artikel von Schumacher.
        Und da bin ich heute noch davon überzeugt, dass bei der ein oder dem anderen durchaus die Idee „Moment mal…“ hätte zünden können.

        Ich kenne das aus eigenem Erleben: Als Referentin stehe ich oft für eine Institution oder einen Bildungsträger. Als solche habe ich mich an die Regeln zu halten, die die Institution oder der Bildungsträger vorgibt – und, mehr noch – ich bin verpflichtet, die vorgegebenen Regeln zu vermitteln und auf deren Einhaltung zu achten (und selbst in meiner eigenen Praxis habe ich mich an Regeln, wie sie z.B. in einer Landesverordnung niedergelegt sind, zu halten).
        Inzwischen bin ich unzählige Male dafür angegangen worden und zwar genau auf der Ebene „es ist meine Freiheit, eine eigene Meinung zu haben und die jederzeit äußern zu dürfen“. Ich sage dann regelmäßig, dass das auch für mich gilt – und sogar für die Institution oder den Bildungsträger; mir und der Institution/dem Bildungsträger wird das aber nicht zugebilligt. Und da – davon rücke ich auch nicht ab – da stimmt etwas nicht.
        Ja, diejenigen, die mich deshalb angehen, die dürfen ihre eigene Meinung haben – die spreche ich ihnen nicht ab. Ich will nur, dass sie auch wissen, wo die Folgen ihrer eigenen Meinung im Zusammenleben angebracht sind und wo nicht.
        Denn die Freiheit der eigenen Meinung bringt notwendigerweise auch eine Freiheit im eigenen Handeln mit sich. Ich erkläre mal am Beispiel eines offenen Restaurants (was es gerade nicht gibt), was ich meine: Wenn ich mich nicht registrieren lassen will, dann ist das mein gutes Recht – die Konsequenz bedeutet, dass ich nicht hingehe. Aber hinzugehen und Micky Maus hinzuschreiben – das hat, jedenfalls in meinem Verständis von Freiheit, nichts mit selbiger zu tun.

        Und ja, es ist problematisch, wenn die eigene Meinung zur allein seligmachenden stilisiert wird. Ich kann gut nachvollziehen, dass es Menschen gibt, die sagen „Ja, Corona ist eine Krankheit und gefährlich – und manches gefällt mir dennoch nicht an den Regeln“. Allerdings habe ich im letzten Jahr sehr stark erlebt, dass es das eben sehr wenig gibt: Ich erlebe viel zu häufig ein „Entweder-oder“. Und das in der Realität als auch im Denken. Nur: Das Leben ist eben nicht schwarz-weiß.

        Selbstverständlich gebe ich dir vollumfänglich recht: Aufrufe zur Gewalt gehen gar nicht – weder von der einen noch von der anderen Seite. Und die Polemik, die verbreitet wird, dient der Sache nicht, eher im Gegenteil. Damit meine ich ausdrücklich die Sache der Gegner als auch die Sache der Befürworter. Polemik dient nicht!

        Herzliche Grüße
        Judith

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